Weinfibel

Rebsorten

Weißweine

Weißburgunder
Anbaufläche: 542 ha
Anbaugebiet: Gesamte Südtiroler Rebflächen außer Eisacktal
Charakter: Der Weißburgunder ist ein frisch-fruchtiger Weißwein, grünlich bis hellgelb, mit leichtem Apfelgeruch und trocken-fülligem Geschmack. Noten von Nüssen, Äpfeln, grünem Laub, bei hoher Reife Butter.
Empfehlung: Er passt gut zu leichten Vorspeisen und Fischgerichten, wird auch gerne als Aperitif getrunken.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Weißburgunder, Südtirol Terlaner Weißburgunder, Südtirol Vinschgau Weißburgunder

Chardonnay
Anbaufläche: 468 ha
Anbaugebiet: Vor allem Unterland und Überetsch, Bozner Talkessel, Etschtal
Charakter: Der Chardonnay ist ein äußerst beliebter, viel getrunkener Weißwein mit grünlichgelber Farbe, zart-fruchtigem Geruch und trocken, lebhaft-frischem Geschmack. Noten von Ananas, Bananen, Äpfeln, Birnen, Zitrusfrüchten, Karamel, Vanille und Butter.
Empfehlung: Wird viel als Aperitif, zu Vorspeisen und Fisch bestellt.
Serviertemperatur: 10 - 12° C (Barrique auch 12 - 14° C)
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Chardonnay, Südtirol Terlaner Chardonnay, Südtirol Vinschgau Chardonnay

Ruländer
Anbaufläche: 343 ha
Anbaugebiet: Unterland, Überetsch, Meran, Bozner Talkessel, Etschtal, Vinschgau, Eisacktal
Charakter: Der Ruländer ist ein vollmundiger, extraktreicher Weißwein von strohgelber Farbe, mit blumigem Geruch und angenehm-weichem Geschmack. Bei hoher Reife machen sich Noten von Nüssen und Honig bemerkbar.
Empfehlung: Er verträgt sich ausgezeichnet mit Pilzgerichten, zu Fischen und Meeresfrüchten. Auch als Aperitifwein empfohlen.
Serviertemperatur: 11 - 13° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Ruländer, Südtirol Eisacktaler Ruländer, Südtirol Terlaner Ruländer, Südtirol Vinschgau Ruländer

Gewürztraminer
Anbaufläche:
274 ha
Anbaugebiet: Hauptsächlich Unterland und Überetsch; Bozner Talkessel, Etschtal, Eisacktal, Vinschgau, Meran
Charakter: Der Gewürztraminer zählt mittlerweile zu den gefragtesten Weinen Südtirols. Er ist ein stroh- bis goldgelber, aromatischer und körperreicher Weißwein, mit leichtem bis ausgeprägtem Geruch und angenehm trockenem, leicht würzigem Aroma. Neben Gewürznoten sind auch Anklänge von Nelken, Rosen und Litschis spürbar.
Empfehlung: Er eignet sich gut zu Fischvorspeisen, Pasteten, Gänseleber, Schalen- und Krustentieren, sowie zur gewürzten orientalischen Küche, gibt aber auch einen vorzüglichen Aperitif-oder Dessertwein ab.
Serviertemperatur: 11 - 13° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Gewürztraminer, Südtirol Eisacktaler Gewürztraminer, Südtirol Vinschgau Gewürztraminer

Müller Thurgau
Anbaufläche: 155 ha
Anbaugebiet: Eisacktal, Bozner Talkessel, Überetsch, Unterland, Vinschgau, Etschtal
Charakter: Der Müller Thurgau ist ein schmackhafter Weißwein mit grünlich bis hellgelber Farbe, blumigem Duft mit Gras- und Muskatnoten und frisch-aromatischem Geschmack.
Empfehlung: Er passt als Aperitifwein, aber auch zu leichten Vorspeisen, gekochtem und gebratenem Fisch.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Müller Thurgau, Südtirol Eisacktaler Müller Thurgau, Südtirol Terlaner Müller Thurgau, Südtirol Vinschgau Müller Thurgau

Sauvignon
Anbaufläche:
137 ha
Anbaugebiet: Hauptsächlich Unterland und Überetsch, Bozner Talkessel, Etschtal, Vinschgau
Charakter: Der Sauvignon ist ein feiner, leicht aromatischer Weißwein von grünlich-gelber Farbe, intensiv grasigem Geruch und frischem, rassigem Geschmack mit Aromen von grünem Paprika und Stachelbeeren.
Empfehlung: Er eignet sich vorzüglich zu Spargeln, Zwiebelsuppe, Schnecken, Hirnpofesen, Fischgerichten und als Aperitifwein.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Sauvignon, Südtirol Terlaner Sauvignon, Südtirol Vinschgau Sauvignon

Sylvaner
Anbaufläche: 90 ha
Anbaugebiet: Hauptsächlich Eisacktal; Bozner Talkessel, Etschtal
Charakter: Der Sylvaner ist ein angenehm frischer Weißwein, hellgelb bis grünlich in der Farbe, mit Geruch nach frischem Heu und leicht nach Stachelbeeren erinnerndem Geschmack.
Empfehlung: Man trinkt ihn zu Spargeln und Fischgerichten, oder einfach als Aperitif.
Serviertemperatur: 10-12 C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Sylvaner, Südtirol Eisacktaler Sylvaner, Südtirol Terlaner Sylvaner

Goldmuskateller
Anbaufläche: 35 ha
Anbaugebiet: Überetsch, Unterland, Etschtal, Bozner Talkessel
Charakter: Der Goldmuskateller ist ein feiner, aromatischer Dessertwein mit gelb- bis goldgelber Farbe, angenehm nach Muskat duftendem Geruch und ausgeprägt süßem Geschmack. Reminiszenzen an Zitrusfrüchte und Bratäpfel sind häufig.
Empfehlung: Diesen Dessertwein genießt man zu Krapfen, Strudel und Kuchen, trocken ausgebaut auch als Aperitif.
Serviertemperatur: 8 - 10° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Goldmuskateller

Riesling
Anbaufläche: 34 ha
Anbaugebiet: Vinschgau, Unterland, Bozner Talkessel, Etschtal, Eisacktal
Charakter: Der Riesling stammt aus Deutschland und ist ein eleganter, grünlich-hellgelber Weißwein mit zartblumigem, leicht ätherischem Duft, der oft an Pfirsich, Marille, Quitte und grüne Äpfel erinnert. Er schmeckt lebhaft-elegant.
Empfehlung: Er mundet zu Hirnsuppe, Krabbencocktail, Meeresfrüchten, Hummer, oder als Aperitifwein.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Riesling, Südtirol Terlaner Riesling, Südtirol Eisacktaler Riesling, Südtirol Vinschgau Riesling

Kerner
Anbaufläche: 19 ha
Anbaugebiet: Eisacktal und Vinschgau
Charakter: Der Kerner ist ein rassig, würziger Weißwein, strohgelb mit grünen Reflexen, zart im Geruch, trocken und voll im Geschmack mit Muskattönen.
Empfehlung: Er passt zu leichten Vorspeisen, gegrilltem Fisch und als Aperitif.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Kerner, Südtirol Eisacktaler Kerner, Südtirol Vinschgau Kerner

Veltliner
Anbaufläche: 11 ha
Anbaugebiet: Eisacktal
Charakter: Der Veltliner ist ein frisch-fruchtiger, angenehm würziger Weißwein mit grünlich bis hellgelber Farbe und zarten Aromen von Blumen und Kräutern.
Empfehlung: Er passt zu weichem Käse, Fischvorspeisen, gekochten oder gegrillten Fischgerichten und als Aperitif.
Serviertemperatur: 8 - 10° C
DOC-Bezeichnungen: Südtirol Eisacktaler Veltliner

Welschriesling
Anbaufläche: 6 ha
Anbaugebiet: Unterland, Überetsch, Bozner Talkessel, Etschtal
Charakter: Der Welschriesling ist ein frischer, lebhafter Weißwein von grünlich bis hellgelber Farbe, im Geruch eher zart und verhalten, dafür frisch und angenehm im Geschmack mit Anklängen von Johannisbeeren, Stachelbeeren, grünen Äpfeln und sauren Drops.
Empfehlung: Am besten trinkt er sich zu leichten Vorspeisen, Fischgerichten oder als Aperitif.
Serviertemperatur: 8 - 10° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Welschriesling, Südtirol Terlaner Welschriesling

Rotweine

Vernatsch
Anbaufläche: 1 942 ha
Anbaugebiet: Gesamte Südtiroler Rebflächen
Charakter: Der Vernatsch ist ein leichter, gerbstoffarmer Wein von hellrubin - bis rubinroter Farbe. Er schmeckt angenehm mild und fruchtig, oft leicht nach Bittermandel.
Empfehlung: Er eignet sich als Wein für zwischendurch, zu Vorspeisen und typischen Tiroler Gerichten wie Speck und Wurst, aber auch weißem Fleisch und mildem Käse.
Serviertemperatur: 14 - 16° C
DOC-Bezeichnungen: Kalterer oder Kalterersee, Südtirol St. Magdalener, Südtirol Bozner Leiten, Südtirol Meraner, Südtiroler Vernatsch, Südtiroler Grauvernatsch

Lagrein
Anbaufläche: 306 ha
Anbaugebiet: Hauptsächlich Bozner Talkessel; Unterland, Überetsch, Etschtal
Charakter: Der Lagrein Kretzer oder Rosé ist ein rosa- bis hellrubinroter Wein mit zartem und angenehmem Geruch. Er schmeckt anregend und frisch. Empfehlung: Passt gut zu kräftigen Vorspeisen, geräuchertem Fisch und weißem Fleisch.
Serviertemperatur: 12 - 14° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Lagrein Kretzer oder Rosé
Charakter: Der Lagrein hat eine rubin- und dunkelgranatrote Farbe, duftet nach Veilchen und Brombeeren, ist voll und samtig im Geschmack, mit leicht herben Nuancen.
Empfehlung: Er wird am besten zu Wild, zu Braten, dunklem Fleisch und Hartkäse genossen.
Serviertemperatur: 16-18 C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Lagrein

Blauburgunder
Anbaufläche: 293 ha
Anbaugebiet: Hauptsächlich Unterland und Überetsch; Bozner Talkessel, Etschtal, Vinschgau
Charakter: Der Blauburgunder ist ein rubin- bis granatroter Wein mit hohem Gerbstoffanteil, intensivem, ätherischem Geruch nach Waldbeeren und anhaltendem, vollem Geschmack.
Empfehlung: Am besten schmeckt er zu Braten, zu Wild und pikantem Hartkäse.
Serviertemperatur: 16 - 18° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Blauburgunder, Südtirol Vinschgau Blauburgunder

Merlot
Anbaufläche: 192 ha
Anbaugebiet: Unterland, Überetsch, Bozner Talkessel, Etschtal
Charakter: Der Merlot stammt ursprünglich aus Frankreich und ist ein leicht herber Rotwein von granat- bis dunkelgranatroter Farbe. Im Geruch erinnert er leicht an Gras und wildem Wein, sein Geschmack ist vollmundig und herb mit Aromen von wilder Kirsche und Johannisbeere.
Empfehlung: Er eignet sich besonders zu Wild, Wildgeflügel und pikantem Käse.
Serviertemperatur: 18 - 20° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Merlot

Cabernet
Anbaufläche: 175 ha
Anbaugebiet: Unterland, Überetsch, Etschtal, Bozner Talkessel
Charakter: Der Cabernet gehört zu den körperreichen Rotweinen, mit granat- bis dunkelgranatroter Farbe, erdigem Geruch und vollmundigem, leicht herbem Geschmack. Anklänge von schwarzer Johannisbeere, Dörrobst, Schokolade, grüner Paprika, Zedernholz und Tabak werden wach.
Empfehlung: Er passt zu rotem Fleisch, Wild und pikantem Käse.
Serviertemperatur: 16 - 18° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Cabernet, Südtiroler Cabernet Sauvignon

Rosenmuskateller
Anbaufläche: 10 ha
Anbaugebiet: Überetsch, Unterland, Bozner Talkessel, Etschtal
Charakter: Der Rosenmuskateller ist sizilianischen Ursprungs und ein feiner, aromatischer roter Dessertwein mit hellrubinroter Farbe und intensivem Rosenduft. Sein Aroma ist vollmundig, süß und würzig.
Empfehlung: Er empfiehlt sich zu verschiedenen Nachspeisen, z. B. Mohnstrudel und Krapfen.
Serviertemperatur: 10 - 12° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Rosenmuskateller

Malvasier
Anbaufläche: 2 ha
Anbaugebiet: Bozen, Etschtal, Unterland, Überetsch
Charakter: Der Malvasier ist ein hellroter Wein mit lachsfarbenen Reflexen, mit eigenwilligem, jedoch dezentem und blumigem Duft und harmonischem Geschmack.
Empfehlung: Er empfiehlt sich zu Fischgerichten, Hasenbraten und Huhn.
Serviertemperatur: 13 - 15° C
DOC-Bezeichnungen: Südtiroler Malvasier

Cuvées
Neben den zahlreichen reinsortigen Weinen werden in Südtirol in den letzten Jahren auch verstärkt Cuvées produziert. So erlaubt die Erzeugervorschrift die Produktion von Cuvées aus Lagrein und Cabernet, Lagrein und Merlot sowie aus Cabernet und Merlot.
Für die Kennzeichnung besonderer Weißweine ist die Bezeichnung "Südtirol Weiß" vorgesehen: diese Weine bestehen zu mindestens 75 Prozent aus Chardonnay, Weißburgunder und Ruländer, den Rest bilden Müller Thurgau,
Sauvignon, Riesling, Sylvaner, Gewürztraminer und Kerner.
Große Erfolge verzeichnen Südtirols Kellermeister auch mit den Süßweinen. Diese mit dem Zusatz "Spätlese" oder "Passito" ("Strohwein") versehenen Weine zeichnen sich durch einen hohen Restzuckergehalt aus und setzen sich meist aus mehreren Sorten zusammen.

Dessertweine

Dessertweine

In der Tradition der Südtiroler Weingeschichte wurden die Weine fast immer nur trocken, das heißt ohne Restzucker, ausgebaut. Einzige Ausnahmen als klassische Südtiroler Süßweine bilden seit jeher die beiden lokalen Raritäten und Spezialitäten, der beliebte, würzige Rosenmuskateller sowie der aromatische Goldmuskateller.

Seit einigen Jahren produzieren Südtirols Kellermeister aber in zunehmender Zahl beeindruckende Süßweine nach den großen französischen und italienischen Vorbildern. Die Südtiroler Passiti (Strohweine) und Spätlesen aus Gewürztraminer, Sauvignon, Weißburgunder und all den anderen weißen Rebsorten zählen mittlerweile zu den begehrtesten Süßweinen Italiens.

Sekt

Sekt

Seit den Anfängen dieses Jahrhunderts wird in Südtirol Sekt nach dem klassischen Flaschengärungsverfahren hergestellt. Für die Sektgrundweine wird ausgewähltes Traubenmaterial der drei Rebsorten Chardonnay, Weißburgunder und Blauburgunder mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (DOC) verwendet. Strenge Produktionsvorschriften regeln die Gärprozesse, die Flaschenlagerung und den Vorgang der Enthefung (Remuage und Degorgemenet) und der Verkorkung.

Südtirols Sekthersteller produzieren jährlich in liebevoller Handarbeit an die 150.000 Flaschen Sekt. Dieser besticht durch seine frische, prickelnd-zarte Feinheit, seine angenehm-trockene Fruchtigkeit und seine typisch-leichten Hefetöne.

Anbaugebiete

Anbaugebiete

Anbaugebiete

Eine Entdeckungsreise durch Südtirols vielfältige Weinlandschaft lohnt sich. Im Eisacktal laden spritzige, charaktervolle Weißweine zum Kennenlernen ein, rund um Bozen der samtig-kräftige St. Magdalener und der charaktervolle Lagrein. Im Überetsch gilt es, den bekannten Kalterersee-Vernatsch wieder neu zu entdecken und im Unterland, in seiner Ursprungsheimat Tramin, den feinwürzig-aromatischen Gewürztraminer. Das Burgrafenamt mit Meran ist nicht nur für seine exzellenten Kurtrauben bekannt und Südtirols jüngstes DOC-Anbaugebiet, der Vinschgau wartet mit einigen besonderen Raritäten auf. Daneben bieten Südtirols Kellereien und Weingüter die ganze breite Palette von hervorragenden Weinen an, die aus wertvollsten internationalen Rebsorten gekeltert werden.


Vinschgau
Das jüngste Südtiroler DOC-Gebiet ist seit 1995 der Vinschgau. Bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurde vor allem zur Selbstversorgung angebaut und eingekellert. Heute bearbeiten über 300 Winzer die Weinberge zwischen Partschins und Kortsch. 60 Hektar beträgt die Anbaufläche, ganze 1,18 Prozent der gesamten Weingärten Südtirols. Neue Sorten wurden eingeführt, vor allem Blauburgunder bei den Rotweinen, der in geeigneten Kleinlagen bis auf 800 Meter Meereshöhe ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Bei den Weißweinen geben heute Weißburgunder und Müller Thurgau den Ton an. Daneben werden vor allem noch Kerner, Gewürztraminer und Riesling sowie die alte Lokalsorte Fraueler angebaut.

Unter der DOC-Bezeichnung "Vinschgau" werden seit 1995 folgende Weine geführt: Chardonnay, Kerner, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Ruländer, Riesling und Gewürztraminer bei den Weißweinen, und Blauburgunder und Vernatsch bei den Rotweinen.


Meran & Umgebung

Das Burgrafenamt mit Meran hat sich nicht nur als das Südtiroler Kurgebiet par excellence einen weltweiten Namen gemacht. Auch als Weinbauregion haben Meran und die umliegenden Fremdenverkehrs- und Weinbaudörfer Algund, Dorf Tirol, Schenna, Marling und Lana ihren ganz eigenen Charakter. Milde Temperaturen das ganze Jahr hindurch sowie regelmäßige Niederschläge sorgen für ein ausgeglichenes Klima, in dem sich die Reben ganz besonders wohl fühlen. Die mittelschweren bis leichten, lehmigen Sandböden lassen Nässe schnell abfließen und ein leichter, trockener Wind von den umliegenden Gebirgszügen sorgt für optimale Belüftung. Auf knapp 200 Hektar wird der "Südtirol Meraner" mit den verschiedensten Spielarten der Vernatschrebe angebaut. Gehaltvolle und bekömmliche Weine sind das Ergebnis.

Das Burgrafenamt war das erste Südtiroler Weinbaugebiet, das den angestrebten Ursprungsschutz DOC "Südtirol Meraner" im Jahre 1971 erhalten hat.


Das mittlere Etschtal

Im mittleren Etschtal, zwischen Bozen und Meran liegt das Terlaner Becken, das für seine Weißweine berühmt ist. Die mit Flussschwemmsand überzogenen Porphyr-Verwitterungsböden der Terlaner Hanglagen mit ihrem warmen, gut durchlüfteten Klima lassen ganz besondere Weißweine wachsen: körperreich und von betonter mineralischer Kraft. In den Gemeinden Terlan, Nals und Andrian liegt das Zentrum des Weißweinanbaus. Weißburgunder und der klassische Terlaner Sauvignon geben den Ton an. Es folgen Chardonnay und der "Terlaner" ohne Sortenbezeichnung (mindestens 50 Prozent Weißburgunder und/oder Chardonnay), Riesling, Müller Thurgau und Sylvaner.

Auch die Rotweine des mittleren Etschtales haben es in sich. Aufgrund der klimatischen Bedingungen und der sandigen Lehmböden in den tieferen Lagen sind sie besonders voll und gut strukturiert. Der Cabernet in Nals erreicht internationales Niveau und der Merlot aus Siebeneich entwickelt sich hier in seiner ganzen Fülle.


Bozen & Umgebung

Umrahmt von Wein- und Obstgärten liegt die Landeshauptstadt Bozen am Zusammenfluss von Etsch und Eisack inmitten des breiten Bozner Talkessels. Bozens Ruhm als Weinstadt wird durch zwei autochthone Weine, den St. Magdalener und den Lagrein begründet.

Zu den besten Weinlagen Südtirols gehören seit frühester Zeit die Hügel- und Steillagen des St. Magdalena-Gebietes oberhalb von Bozen. Insgesamt sind es knapp über 300 Hektar Weinbaufläche, auf denen der "St. Magdalener" gedeiht. Auf der anderen Seite von Bozen, im Stadtteil Gries, findet der Südtiroler Lagrein auf den tiefgründigen und gut durchlüfteten Geröll- und Schuttböden von Talfer und Eisack seine besten Voraussetzungen. An die 250 Hektar sind in und um Bozen mit Lagrein bepflanzt.

Zu erwähnen ist noch der Bozner Leiten, ein leichter, süffiger Vernatsch in verschiedenen Spielarten, der auf  knapp zwanzig Hektar in und um Bozen auf einem eigens abgegrenzten DOC-Anbaugebiet gedeiht.


Eisacktal

Ganze 225 Hektar sind im Eisacktal mit Reben bepflanzt. Das sind knappe 4,5 Prozent der gesamten Weinbaufläche Südtirols. Die Weine, die heute hier gekeltert werden, sind fast ausschließlich Weißweine. Die Weingärten liegen in günstigen Steillagen an den Südseiten des Tales. Die Bodenverhältnisse mit einem Gemisch aus Sand, Kies und Klausit wirken sich vorteilhaft auf die Qualität der Trauben aus. Die Eisacktaler Weißweine finden hier zwar harte, aber gute Voraussetzungen, die ihren Charakter wesentlich mitprägen. Frische, kühle Nächte, warme bis heiße Tage und eine gute Durchlüftung tragen das ihre dazu bei, um diesen Weißen ihre fruchtigen, subtilen Aromen, ihre rassige Eleganz, individuelle, trockene Herbheit und attraktive Kernigkeit im Geschmack zu verleihen.

Sylvaner, Müller-Thurgau, Gewürztraminer, Veltliner, Kerner, Ruländer und Riesling, das sind heute die weißen Eisacktaler DOC-Weine. Einziger roter Eisacktaler DOC ist der "Klausner Laitacher".


Überetsch

Das Überetsch, für viele der Inbegriff Südtiroler Weinbautradition, liegt einladend zu Füßen des Mendelgebirges auf den sanften Hügeln des westlichen Etschtales zwischen Bozen und Tramin. Die beiden traditionsreichen Weinbaugemeinden Eppan und Kaltern sind zugleich auch die beiden größten Weinbaugemeinden Südtirols. Und der idyllisch gelegene und viel gerühmte Kalterersee schließlich gibt dem Ganzen sein entscheidendes mediterranes Gepräge.

Eppan ist mit knappen 950 Hektar Rebflächen die größte Weinbaugemeinde des Landes. Genauso unterschiedlich wie die einzelnen Fraktionen der Großgemeinde, St. Michael, St. Pauls, Girlan mit Schreckbichl und Frangart sind, genauso unterschiedlich und vielfältig sind auch die einzelnen Lagen. Kaltern, mit 760 Hektar Weinbauflächen zweitgrößte Weingemeinde Südtirols, ist nicht nur wegen seines Sees, sondern auch wegen seiner hervorragenden Weinbaubedingungen, die wohl bekannteste Weinbaugemeinde Südtirols.


Unterland

Ein gutes Drittel der Weinbaufläche Südtirols, knappe 1.700 Hektar, liegt in den  Weinbaugemeinden des Unterlandes im Süden Südtirols. Salurn mit 400 Hektar, Tramin mit 380 und Kurtatsch mit 280 Hektar liegen dabei eindeutig an der Spitze. Es folgen Margreid (190 Hektar), Neumarkt (150 Hektar), Montan (130 Hektar), Auer und Kurtinig mit jeweils circa 60 Hektar, Pfatten mit knappen 40 und Branzoll mit 25 Hektar Rebgärten.

Die verschiedenen Lagen, die unterschiedlichen Böden und die vielen Mikroklimas in den Unterlandler Weingärten ermöglichen es, dass hier das gesamte breite Rebsortenspektrum des Weinbaulandes Südtirol angebaut wird und gedeiht. Trotz dieser bunten Vielzahl geben einige Rebsorten den Ton an, die hier besonders günstige Voraussetzungen und wohl auch ihren bestmöglichen Ausdruck finden: vor allem Gewürztraminer, Ruländer und Chardonnay bei den Weißen, Blauburgunder, Cabernet und Merlot bei den Roten.

Weinbau

Weinberge

Weinberge
Auf den Hang- und Hügellagen im Etschtal zwischen Meran und Salurn sowie im Eisacktal zwischen Bozen und Brixen beherrschen die Weingärten das Landschaftsbild. In der Ebene liegen nur das Lagrein-Anbaugebiet in und um Gries bei Bozen und das große Weißweingebiet im Süden des Landes bei Salurn. Seit einigen Jahren erlebt auch der mittlere und untere Vinschgau als jüngstes Südtiroler DOC-Gebiet neuen Aufschwung.

In 52 von 116 Gemeinden des Landes wird erwerbsmäßig Weinbau betrieben. Südtirols Rebgärten sind ein buntes Mosaik von 5.000 Einzelbetrieben, in denen über 10.000 Menschen intensiv und oftmals hart arbeiten.


Terroir
Terroir ist der Ausdruck für die Gesamtheit aller natürlichen Einflussfaktoren, die auf die Rebe an ihrem Standort einwirken. Die wichtigsten Komponenten des Terroirs sind der Boden und die lokale Topografie in ihren Wechselwirkungen mit dem Makroklima auf das Mikroklima der Rebe. Die ganzheitliche Kombination all dieser Faktoren verleiht jeder Lage ihr ganz bestimmtes Ausdruckspotential, das sich in den Weinen über Jahre hinweg mehr oder weniger einheitlich ausdrückt, unabhängig von Variationen in den Weinbau- und Weinbereitungsmethoden. "Jedes kleine Stück Land und jede Region hat ganz eigene Charakteristiken im Weinstil, die an anderer Stelle nicht exakt nachgeahmt werden können." (Jancis Robinson)
"Zurück zu den Wurzeln und Ursprüngen!" lautet für viele die Devise. Gefragt ist das Besondere, das Typische, das Charakteristische, eben das Ursprüngliche, das ein Produkt vom anderen unterscheidet.


Qualität
Neben den idealen klimatischen Faktoren - richtige Temperaturen, ausreichende Niederschläge und viel Sonnenschein - sind es vor allem die Böden, die der Rebe zu qualitativ hochwertigen Trauben verhelfen. Beide zusammen, Klima und Boden, stehen in enger Beziehung zueinander und beeinflussen gemeinsam das Wachstum der Rebe.
1970 wurde in Südtirol den ersten Weinen das DOC-Gütesiegel zugesprochen, die kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete. In diesem Zeitraum haben auch die Diskussionen über konsequente Umstellungen im Weinberg hin zu mehr Qualität  begonnen. Mit Beginn der 80er-Jahre stellte sich ein breites Umdenken im gesamten Südtiroler Weinbau ein. Ein Neubeginn konnte nur im Weinberg erfolgen. Dort waren die ersten Voraussetzungen für Qualität zu schaffen.
Eine der wichtigsten Qualitätsbestrebungen im Weinberg ist heute die, Menge und Qualität in Einklang zu bringen.


Boden
Die Böden im Weinbau werden allgemein in leichte, mittelschwere und schwere Böden eingeteilt. Knapp 13 Prozent der Südtiroler Weinbauflächen machen die leichten Böden aus. Das sind feinkörnige, sandige und lockere Böden, die durch Ablagerungen und Schuttanhäufungen der Eiszeitgletscher und der Flüsse entstanden sind. Sie bilden die Hang- und Hügellagen des Eisacktales, der Talbecken von Bozen und Meran und Teile der Überetscher Rebgründe.
Die mittelschweren Böden machen rund 70 Prozent der Südtiroler Weinbaugebiete aus. Sie bestehen aus Ablagerungsmaterial und Moränenschutt, vermischt mit Ton und lehmiger Erde und besitzen genügend Speichervermögen für Wasser.
Rund 17 Prozent der Südtiroler Rebgärten schließlich haben schwere Böden. Solche sind vornehmlich bei Tramin und Kurtatsch am Fuße des Mendelgebirges anzutreffen. Ihr starker Gehalt an Ton und sandigem Lehm gibt ihnen eine hohe Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.


Anbau
Die Pergel ist nach wie vor besonders in den Hanglagen die klassische Erziehungsform der Südtiroler Reblandschaft. Die Pflanzabstände sind aber heute bei Neuanlagen so, dass eine optimale Sonneneinstrahlung, Durchlüftung und Bearbeitung möglich sind.
Bei allen Rebsorten, mit Ausnahme vom Vernatsch, setzt sich in den Ebenen und in leichten Hanglagen immer mehr die Drahtrahmen-Erziehung durch. Kostengünstigere Erstellung, geringerer Bearbeitungsaufwand, gute Ertragsmengen und teils höhere Qualität bei richtigen Reihenabständen und Pflegemaßnahmen bewegen immer mehr Weinbauern zur Umstellung ihrer Weinberge auf dieses neue System. Engere Stockabstände belasten die Einzelrebe weniger und begünstigen dadurch eine bessere und gleichmäßigere Qualität.


Sorten
35 Prozent der Südtiroler Rebflächen sind heute mit Weißweinsorten bepflanzt. In 65 Prozent der Weinberge dominieren die roten Sorten. Die Sortenempfehlung bei Neuanlagen erfolgt aufgrund der Bodenbeschaffenheit und des Mikroklimas der jeweiligen Einzellagen. Die richtige Sorte gehört an den richtigen Platz. Das gilt für den Vernatsch genauso wie für Cabernet, Blauburgunder oder Merlot und all die weißen Sorten.
Reben mit zu starkem Wachstum vermindern die Qualität. Deshalb geht der Trend hin zu schwach bis mittelstark wachsenden Unterlagen. Am Versuchszentrum Laimburg läuft ein groß angelegtes Projekt über die Sorten-Lagen-Beziehung. Ziel dieses Projektes ist es, genauere Untersuchungen über die Südtiroler Weinbaulagen und die dort herrschenden Standortbestimmungen anzustellen, und die Anpassung der wichtigsten Rebsorten zu prüfen.


Pflege
Der Boden ist das "Kapital" der Weinbauern und muss langfristig gesund erhalten werden. Heute sind in Südtirol 98 Prozent der Weinbergböden begrünt. Dies schützt die Böden vor Erosion, fördert den Humusgehalt  und ist willkommener Lebensraum für Nützlinge. Mit gezielten Düngungen werden im Boden Mängel oder Missverhältnisse von Nährstoffen ausgeglichen und den Reben Nährstoffe zugeführt.
Bei  Pflanzenschutzbehandlungen wird heute das Schadschwellenprinzip beachtet: Nur bei erwiesener Notwendigkeit dürfen gezielte Maßnahmen ergriffen werden. Biologische Bekä

Weinklassifikation

DOC Südtirol

DOC Südtirol
Seit 1963 sind in Südtirol Anbau, Erzeugung und Vermarktung der Weine unter strengen gesetzlichen Schutz gestellt: unter die DOC-Regelung (DOC = denominazione di origine controllata - vergleichbar mit dem deutschen Q.b.A. = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete). 98,8 Prozent der gesamten Südtiroler Weinbaufläche stehen heute unter DOC-Schutz. Südtirol steht damit italienweit an einsamer Spitze.

Die DOC-Bezeichnung schützt zum einen den Produzenten vor dem Missbrauch der Ursprungsbezeichnung und zum anderen den Verbraucher durch die Garantie der Herkunft des Weines.

Alles nochmal im Überblick unter www.suedtirolerwein.com

DOC-Regelung

DOC-Regelung
Die Verwendung der DOC-Bezeichnung wird durch das neue italienische Weingesetz Nr. 164 vom 10. Februar 1992 geregelt. Grundprinzip dieses Gesetzes ist der pyramidenförmige Aufbau der Weinbezeichnungen in Italien. Die Basis der Qualitätspyramide stellen die Tafelweine. Landweine bilden die Mittelstufe. An der Spitze der Pyramide stehen die DOC- und DOCG-Weine und die Weine aus Einzellagen.
Alle Weine aus einem DOC-Gebiet unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Das beginnt bereits im Weinberg, wo die Höchstertragsmengen je Rebsorte in Doppelzentnern pro Hektar genau festgelegt sind. Bei den Erzeugervorschriften werden jeweils der natürliche Mindestalkoholgehalt, der Mindestalkoholgehalt im Konsum, der Mindestsäurewert sowie der Mindestwert an zuckerfreiem Extrakt vorgeschrieben. Durch chemische und organoleptische Analysen wird die Einhaltung dieser Vorschriften regelmäßig überprüft.

Südtiroler
Allein darf diese Bezeichnung nur für den Südtiroler Sekt und für den "Südtiroler Weiß" verwendet werden. Ansonsten mss auch die Sorte angegeben werden. Als Sortenangabe sind alle in Südtirol gängigen und verbreiteten Sorten zulässig. Über 50% der Südtiroler Weine tragen die DOC-Bezeichnung "Südtirol" mit Sortenangabe (ca. 3.345 ha).

Kalterersee
Dieser DOC-Bezeichnung wird Südtirol nicht vorangestellt. Dies deshalb, weil "Kalterersee" auch in fünf Gemeinden des Trentino produziert werden darf. Wird der "Kalterersee" in Kaltern, Eppan, Tramin, Kurtasch, Montan, Neumarkt, Auer, Pfatten oder Branzoll angebaut, darf er die Bezeichnung "classico - klassisch" tragen. Dann darf der Bezeichnung auch "Südtirol" vorangestellt werden. Gekeltert wird der "Kalterer" aus Vernatschtrauben. Allerdings dürfen bis zu 15 % Lagrein oder Blauburgunder beigesetzt werden. Qualitativ besonders wertvolle "Kalterersee" dürfen die Zusatzbezeichnung "Auslese" tragen. Die Anbaufläche des "Kalterersee" beträgt ca. 770 ha.

Südtirol Meraner
Dieser Wein wächst in den Weingärten rund um Meran. Gekeltert wird der "Meraner" aus Vernatschtrauben. Unter den Südtiroler Vernatschweinen gilt er als besonders fruchtig und zart. Die Anbaufläche beträgt ca. 175 ha.

Südtirol St. Magdalener
Der "Magdalener" gedeiht auf den Hügeln und Hängen nördlich von Bozen. Wie der "Meraner" besteht auch er aus Vernatsch, allerdings darf er bis zu 15 % Lagrein oder Blauburgunder enthalten. Der "St. Magdalener" gilt als besonders kräftig und ist unter den Südtiroler Vernatschweinen der vielleicht wertvollste. Sein Anbaugebiet umfasst ca. 286 ha.

Südtirol Eisacktaler
Im Eisacktal werden fast ausschließlich Weißweine erzeugt, einzige Ausnahme bildet der "Klausner Laitacher", der neben 50-60 % Vernatsch meist auch Portugieser, Lagrein und Blauburgunder enthält.. Der Bezeichnung "Südtirol Eisacktaler" muß eine Sorten- oder Lagenangabe folgen. Besonders Sylvaner und Müller Thurgau kennzeichnen dieses Gebiet. Die Anbaufläche beträgt ca. 248 ha.

Südtirol Terlaner
Wie das Eisacktal, ist auch das Terlaner Becken ein typisches Weißweingebiet. Ohne Angabe der Rebsorte kennzeichnet der Name "Südtirol Terlaner" einen Weißweinverschnitt, der mindestens 50 % Weißburgunder oder Chardonnay enthält. In allen anderen Fällen muss die Sorte angegeben werden. Der Anbau erstreckt sich über 159 ha.

Südtirol Bozner Leiten
Die Anbauzone des "Bozner Leiten" umgibt wie ein Gürtel das Gebiet des "Magdaleners". Der Wein, ebenso wie der Magdalener, ein Vernatsch, ist weniger kräftig, dafür aber meist fruchtiger als der "Magdalener". Sein sehr kleines Anbaugebiet erstreckt sich nur mehr über ca. 14 ha.

Südtirol Vinschgau
Dies ist das jüngste DOC-Gebiet. Erst 1995 wurde dieses Gebiet als DOC-Anbaufläche mittels Dekret des Landwirtschaftsministeriums anerkannt. Die Vinschgauer Weinen sind säurereich und dadurch spritzig. Der Bezeichnung "Südtirol Vinschgauer" muss die Sortenangabe zugefügt werden.
Der "Vinschgauer" wird auf ca. 24 ha angebaut
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